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Black Jack Basisstrategie

Black Jack ist ein Glücksspiel, das in vielen Casinos und Spielbanken angeboten wird. Seinen Ursprung hat das Kartenspiel im französischen „Siebzehn und vier“, bei dem die Spieler mit den gezogenen Karten möglichst nah an einen Kartenpunktwert von 21 kommen mussten, ohne die Zahl jedoch zu überbieten. Dies gilt als Black Jack Basisstrategie. Die Regeln klingen einfach, aber der Erfolg hängt vom Geschick sowie dem Zufall ab, was Black Jack zu einem wahren Glücksspiel macht.

Der Verlauf des Spiels nach der Black Jack Basisstrategie

Black Jack kann mit mehreren Spielern gespielt werden, wobei diese aber nicht miteinander interagieren. Vielmehr konzentrieren sie sich auf einen „Hauptgegner“ – den Croupier, auch als Bankgeber oder Dealer bezeichnet. Im Casino sitzen alle Beteiligten an einem halbkreisförmigen Tisch, der Croupier an der geraden Seite. Vor dem Spielbeginn platzieren alle, die gegen den Bankhalter antreten, ihre Einsätze auf speziellen Feldern des Tisches (Boxes). Nachdem Deine Mitspieler und Du alle Einsätze getätigt habt, beginnt der Croupier damit, die Karten auszuteilen. Gespielt wird mit dem französischen Blatt, wobei sechs Pakete (insgesamt 312 Karten) verwendet werden. Zunächst erhält jeder Spieler und auch die Bank eine Karte. Diese erste Karte gilt als „offen“, d.h. sie wird mit dem Blatt sichtbar auf den Tisch gelegt. In einer zweiten Runde erhält jeder Spieler eine weitere offene Karte, der Croupier hingegen nicht. Hast Du deine zweite Karte erhalten, darfst Du nun entscheiden, ob Du noch weitere Karten annehmen möchtest. Jeder Spieler kann so lange weitere Karten verlangen, bis er glaubt, vom Punktwert der Karten her nahe genug an die 21 gekommen zu sein. Im Casino wird eine weitere Karte mit „Hit“ oder „Karte“ verlangt. Kommst Du jedoch über 21, dann hast Du verloren und die Bank zieht Deinen Einsatz ein. Dies bezeichnet man bei der Black Jack Basisstrategie als „überkauft“ oder „bust“. Für Dich ist dieses Spiel nun beendet und nur die anderen Mitspieler bleiben im Rennen. Für den Croupier gelten gesonderte Regeln. Hat die Bank 17 oder mehr Punkte, darf sie keine weitere Karte ziehen. Hat der Dealer 16 oder weniger Punkte, muss er hingegen eine weitere Karte nehmen.

Die Black Jack Basisstrategie beim Spiel

Dir grundlegende Black Jack Basisstrategie besteht darin, einen Handwert an Karten zu haben, der näher am Punktwert 21 liegt als der Handwert des Dealers. Mit „Handwert“ sind die Punkte der Karten gemeint, die Du gezogen hast. Du darfst aber auch nicht über einen Wert von 21 kommen, da du in diesem Fall verloren hast. Überschreitet der Kartengeber selbst den Wert von 21, dann haben alle Spieler, die in dieser Runde angetreten sind, gewonnen – mit Ausnahme derer, die selbst über die 21 gekommen sind. D.h., auch wenn sich die Bank überkauft, ist dein Einsatz verloren, wenn du „bust“ gehst. Hast du den gleichen Punktwert wie die Bank, liegst aber unter 21, dann gilt das Spiel laut der Black Jack Basisstrategie als unentschieden. Dies wird als „Stand Off“ oder „push“ bezeichnet. In diesem Fall verlierst Du Deinen Einsatz nicht, erhältst aber auch keinen Gewinn, sondern bekommst nur Deinen vorher getätigten Einsatz zurück. Wenn die Bank sich verkauft hat oder Du die Bank überboten hast, ohne die 21 Punkte zu überschreiten, dann hast Du gewonnen. Du erhältst Deinen Einsatz zurück und den gleichen Teil nochmals von der Bank. Schlägst Du die Bank mit einem Black Jack, gewinnst Du sogar den 1,5fachen Einsatz. Mit dem „Black Jack“ ist gemeint, dass Du mit zwei Karten exakt 21 Punkte erreichst. Dies gelingt mit einem Ass und einer Zehn oder einer Bild-Karte.

Die Punktwerte der Karten

Entscheidend für die Frage, welchen Kartenwert Du oder der Bankgeber besitzen, sind die Werte der einzelnen Hits, also der Karten. Das verwendete französische Blatt hat vier Farbwerte – Kreuz, Pik, Herz und Karo. Im Spiel enthalten sind die Karten mit den Zahlen 2 bis 10. Weiterhin gibt es die Hofkarten Bube/Page, Dame/Queen und König/Roi. Diese haben einen Punktwert von 10. Zusätzlich gibt es Asse im Spiel, die nach Belieben ein oder elf Punkte zählen. Der Wert eines Asses wird festgelegt, wenn Du keine weitere Karte mehr kaufst und zwar so, wie es für den Spieler günstiger ist. Zieht die Bank, dann gilt das Ass solange elf Punkte, bis der Kartengeber dadurch die 21 Punkte überschreiten würde, dann zählt es nur noch einen Punkt. Die Ziffern 2 bis 10 sowie die Hofkarten und das Ass gibt es von jeder der vier Spielkartenfarben, sodass sich 13 (Karten) x 4 (Farben) x 6 (Stapel beim Black Jack) = 312 Karten im Spiel befinden. Willst Du nun nach der Black Jack Basisstrategie möglichst erfolgreich sein, also die Bank überbieten, ohne zu überkaufen, dann kannst Du Dich an den Wahrscheinlichkeiten, mit denen einzelne Karten gezogen werden, orientieren. Die Karten 2 bis 10 sind insgesamt 24 mal im Spiel enthalten (jeweils pro Farbe und in jedem der sechs Stapel). Dies gilt auch für die Hofkarten sowie die Asse. Weil aber die Hofkarten ebenfalls einen Punktwert von Zehn haben, ist es am wahrscheinlichsten, eine 10 (als Zahl oder als Hofkarte) zu ziehen. Im Spiel sind insgesamt 96 Karten mit dem Punktwert 10 (die Ziffernkarte 10, Hofkarten x 4 Farben x 6 Stapel). Die Wahrscheinlichkeit, eine solche zu ziehen, beträgt bei der Black Jack Basisstrategie also rund 1/3. Bei allen anderen Karten beträgt die Wahrscheinlichkeit nur 1/13.

Neben der Black Jack Basisstrategie bestehen Sonderregeln

Über die reine Black Jack Basisstrategie hinaus gibt es beim Spiel einige Sonderregelungen, etwa das Doppeln sowie das Teilen. Auch Festlegungen, wie der Gewinn aufgeteilt wird, können von der Black Jack Basisstrategie abweichen. Hier unterscheidet man den Siebener-Drilling, die Versicherung gegen die Bank (Insurance) und Bust-Wetten.

Doppeln: Das Doppeln – auch Verdoppeln genannt – meint die Möglichkeit, den Einsatz zu verdoppeln, nachdem Du die ersten beiden Karten erhalten hast. Dabei ist es egal, welchen Wert Deine ersten beiden Karten haben. Nach dem Verdoppeln kannst Du aber nur noch eine Karte von der Bank erhalten. Es ist also eine riskante Option.

Teilen: Das Teilen, auch als Split bekannt, ist ebenfalls eine Abweichung von der Black Jack Basisstrategie. Du kannst deine Hand (die Spielkarten, die du gezogen hast) teilen, wenn die ersten beiden gezogenen Karten den gleichen Wert haben. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn Du zwei Fünfer-Karten oder eine Dame und einen König gezogen hast. Danach spielst Du mit „geteilter Hand“. Du hast zwei getrennte Einsätze – einen für jede „Hand“. Für die geteilten Karten muss der Einsatz in Höhe des ursprünglichen Einsatzes geleistet werden. Theoretisch ist das mehrfache Teilen (Resplit) möglich, wird aber selten praktiziert. Beim Split gilt zudem die Ausnahme, dass Du beim Teilen von zwei Assen für jedes Ass eine weitere Karte bekommst. Die Kombination aus einem Ass und einer Karte mit der Wertigkeit 10 (Kartenziffer 10 oder Hofkarte) gilt nicht als Black Jack, also als sofortiger Gewinn, da dies nicht mit den ersten beiden gezogenen Karten erzielt wurde.

Siebener-Drilling: Wenn Du 21 Punkte erreichst und das mit drei Siebener-Karten geschafft hast, dann spricht man von einem Siebener-Drilling. In diesem Fall gewinnst Du sofort, unabhängig davon, welche Karten die Bank hat. Das Gewinnverhältnis beträgt 3:2. Der Siebener-Drilling ist schön anzusehen, aber vergleichsweise selten. Die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt 0,04%.

Versicherung gegen die Bank (Insurance): Hat der Kartengeber als erste Karte ein Ass gezogen, dann haben die anderen Spieler die Möglichkeit, sich gegen ein Black Jack des Croupiers versichern zu können. Du setzt dabei einen Einsatz auf die „Insurance Line“. Zieht der Kartengeber dann eine Zehn oder eine Bildkarte/ Hofkarte, sodass er eine 21 (Black Jack) hat, dann wird die Versicherung 2:1 ausgezahlt. Hat er kein Black Jack, dann wird die Versicherungssumme von der Bank eingezogen.

Bust-Wetten: Mit „bust“ ist das Überkaufen gemeint. Dies kann nicht nur Dir als Spieler, sondern auch der Bank passieren, wenn ein Punktwert von mehr als 21 erreicht wird. Bei dieser Sondervariante der Black Jack Basisstrategie wettest Du vor der Ausgabe der Karten darauf, dass der Dealer sich überkauft, dass er „bust“ geht. Dass der Dealer mehr als 21 Punkte erzielt, ist gar nicht so selten. Die Wahrscheinlichkeit hierfür beträgt 28%. Hast Du mit der Wette recht behalten und überkauft sich die Bank tatsächlich, dann erhältst Du Deinen Wetteinsatz im Verhältnis 5:2 zurück. Ansonsten wird der Einsatz von der Bank eingezogen.

Eine Black Jack Basisstrategie zur Optimierung des Gewinns

Die Wahrscheinlichkeit, mit der Du beim Black Jack Erfolg hast, hängt von den bereits ausgespielten Karten ab. Schließlich erhöht eine Karte, die bereits gezogen wurde, die Wahrscheinlichkeit der anderen Spielkarten. Diese Abhängigkeit vom Spielprozess haben Glücksspielforscher analysiert und daher versucht, eine vorteilhafte Spielstrategie zu finden. Ergebnis war eine Black Jack Basisstrategie mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 0,13%. Diese besagte, dass der Spieler durch das Mitzählen der hohen Karten (Card Counting) erkennen konnte, wann es sich lohnt, höhere Summen zu setzen. Eine Möglichkeit bei dieser Black Jack Basisstrategie ist es auch, die Karten nach der ersten Runde zu analysieren. Du hast zwei aufgedeckte Karten, der Dealer hat eine aufgedeckte Karte. Haben Deine ersten zwei Karten einen Gesamtwert von bis zu 5, dann wird empfohlen, nochmals eine Karte zu ziehen. Bei einem Wert von 10 bis 11 solltest Du verdoppeln und bei einem Wert ab 13 halten, wenn der Dealer als erste Karte eine 2 bis 6 gezogen hat. Hat er einen höheren Kartenwert, solltest Du noch eine Karte ziehen. Hast Du einen Kartenwert von mindestens 17, dann solltest Du immer halten, also keine weitere Karte ziehen, egal welche Karten der Croupier selbst gezogen hat.

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